Peptide gehört zu den Themen, bei denen die Details mehr zählen als die Schlagzeilen. Diese Seite bündelt Hintergrund, Wirkmechanismen und die praktischen Punkte, die am häufigsten gefragt werden.
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==== Kontroverse um Paganelli et al., 2010 ==== In einer argentinischen Studie unter Leitung von Andrés Carrasco wurde gezeigt, dass Glyphosat-basierte Herbizide (GBH) in sehr hoher Dosierung Neuralleistendefekte und kraniofaziale Fehlbildungen beim Krallenfrosch und bei Hühnerembryonen verursachen können. Die Studie beschreibt eine Übereinstimmung bei den unter Laborbedingungen festgestellten Missbildungen mit Missbildungen bei Menschen, die während der Schwangerschaft Glyphosat ausgesetzt waren. Die in der Fachzeitschrift Chemical Research in Toxicology veröffentlichten Ergebnisse waren Gegenstand von EU-Beratungen 2010. Nachdem das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit für Deutschland eine Bewertung der Studie verfasst hatte, der sich die anderen Mitgliedsstaaten anschlossen, kam die EU-Kommission zu dem Schluss, dass die Studie keine Relevanz für die gegenwärtige Risikobewertung von Glyphosat und GBH für den Menschen hat. Als Gründe werden angeführt:
Quellen: de.wikipedia.org
Von Krallenfrosch- und Hühnerembryonalentwicklung im Wasser bzw. in (Hühner-)Eiern kann wegen erheblicher toxikokinetischer Unterschiede nicht auf die Embryonalentwicklung in utero geschlossen werden. Geeignetere Studien an Ratten und Kaninchen erbrachten keine Hinweise auf ein teratogenes Potential von Glyphosat. Der Expositionsweg der Co-Kultivierung von Krallenfroscheiern mit GBH, Injektion von Glyphosat in Krallenfroschembryonen und Injektion von GBH in Hühnereier, ist hoch artifiziell und komplett irrelevant für eine Risikobewertung für den Menschen. Die Exposition beim Menschen würde primär über Haut und Atmung erfolgen. In zahlreichen verfügbaren Entwicklungstoxizitätsstudien an Säugetieren wurden auch bei hohen getesteten Dosen keine Hinweise auf Teratogenität gefunden. Es gibt keine epidemiologischen Studien, die einen Zusammenhang zwischen einer Exposition an Glyphosat und einer erhöhten Inzidenz an teratogenen Effekten aufzeigen. Monsanto erklärte, die Ergebnisse seien angesichts der verwendeten Methode und unrealistischen Expositionszenarien nicht überraschend. So seien bereits in einer Studie aus dem Jahr 1985 mit derselben Methode Fehlbildungen durch Koffein festgestellt worden. Laut Monsanto ist diese Methode weder relevant für menschliche Gesundheitseffekte, noch werde sie von Zulassungsbehörden angewandt. 2011 veröffentlichte die Fachzeitschrift drei Briefe an den Herausgeber, welche die verwendete Methode und die Interpretation der Ergebnisse kritisierten. Carrasco verteidigte in einer Antwort die Studie.
Quellen: de.wikipedia.org
=== Andere Krankheiten === Eine 2011 veröffentlichte Übersichtsarbeit untersuchte epidemiologische Studien zu Glyphosat und anderen Krankheiten als Krebs zusammen: Atemwegserkrankungen, Diabetes, Herzinfarkt, Reproduktions- und Entwicklungsstörungen, rheumatoide Arthritis, Schilddrüsenerkrankungen, und die Parkinson-Krankheit. Die Übersichtsarbeit fand keine Belege für einen kausalen Zusammenhang zwischen Glyphosatexposition und irgendeiner dieser Krankheiten. Eine 2012 veröffentlichte Übersichtsarbeit fasste epidemiologische Studien, Tierstudien und Studien, die Mechanismen eines möglichen Kausalzusammenhangs zwischen Glyphosat und Reproduktions- und Entwicklungsstörungen untersuchten, zusammen. In den Daten zeigte sich kein konsistenter Effekt durch Glyphosatexposition. Auch sei kein plausibler Mechanismus verdeutlicht worden. Toxizität wurde in manchen Studien zu Gemischen mit anderen Stoffen beobachtet, es gebe aber starke Belege, dass diese toxischen Effekte mit anderen Stoffen, und nicht Glyphosat, in Zusammenhang stehen. Die Übersichtsarbeit untersuchte auch die Glyphosatexposition und fand extrem niedrige Werte. Die geschätzte Exposition lag mehr als 500-mal niedriger als die orale Referenzdosis der USEPA. Die Übersichtsarbeit kommt zu dem Schluss, dass es keine soliden Belege für einen Zusammenhang zwischen Glyphosat und Reproduktions- und Entwicklungsstörungen bei realistischen Expositionsszenarien gebe.
Quellen: de.wikipedia.org
Eine Übersichtsarbeit von 2022 kommt zu dem Schluss, dass keine Hinweise für einen Kausalzusammenhang zwischen einer Glyphosatexposition beim Menschen und neurologischen Schäden bzw. Krankheiten bestehen.
Quellen: de.wikipedia.org
Peptide wird hier aus öffentlich zugänglicher Fachliteratur zusammengefasst: Definition, Einordnung und die Punkte, die in der Praxis wiederkehren. Angaben ohne Gewähr, keine medizinische Beratung.
Die Forschung zu Peptide arbeitet überwiegend mit kontrollierten Labor- und Tierstudien; klinische Daten sind je nach Substanz unterschiedlich belastbar. Wir geben den Stand der Literatur wieder.
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